News aus der Chuchi

Gemeinsam zu kochen macht viel mehr Spaß. Und an einer größeren Tafel in einer geselligen Runde schmeckt das selbst gekochte Essen gleich noch mal so gut.

Wir wollen die Freude am Kochen vermitteln, aber nicht nur das - Lebensfreude entsteht auch durch Genuß, Gesundheit, und Blicke in fremde Küchen und Kulturen, wie sie durch Reisen und Urlaub vermittelt werden.

Kochen mit Freude und hin und wieder  etwas Neues auszuprobieren macht auch anderen Freude. Es gibt nicht viele Dinge, die schöner sind als ein gutes Essen.

Dies soll kein „Einmal“ Erlebnis sein.


Wir geben interessierten Hobbyköchen die Möglichkeit einfach einmal eine gewisse Zeit (z.B. 1 Jahr)  bei uns, in unser Clubleben „hineinzuschnuppern“ um sich auch gegenseitig kennenzulernen.

Nach diesem Schnupperjahr haben - der begeisterte Hobbykoch und die „Stoapfalz“ Chuchi`s  - die Möglichkeit sich zu entscheiden, für oder gegen eine Fortsetzung.
Als Mitglied im Club der kochenden Männer kann man z.B. verschiedene Kochorden (CdC Chef de Chuchi, Maitre de Chuchi oder Grand Maitre de Chuchi)  erkochen.

Wie sehen die Verpflichtungen aus?
Außer dem monatlichen Clubbeitrag  und einer aktiven Teilnahme an den Clubveranstaltungen gibt es keine weitere „Verpflichtung“. 
Die Kochtermine und die dazu ausgeloste Kochcrew von 4 - 6 Hobbyköchen sind jeweils für ein Halbjahr im voraus bekannt, so dass auch eine frühzeitige Terminabstimmung möglich ist. 

„Arbeitssitzungen“ oder Treffen mit Brotzeit finden ebenfalls einmal monatlich statt um einzelne Details von Kochabenden oder anderen Anlässen zu besprechen.

Stoapfalz Chuchi Amberg ehrt Alfred Pleitner und Peter Haberberger für 40 Jahre Mitgliedschaft. Chuchileiter Günter Kühnlenz überreicht goldenen Jackenknopf in Form eines Hummers, dem Symbol das die Marmiten auf der Kochjacke tragen.

 

Die Kochbrüder Alfred Pleitner und Peter Haberberger sind nun mehr als 40 Jahre Mitglied bei den Stoapfalz Chuchis Amberg und in der Bruderschaft der Marmiten. Beide bringen sich immer noch aktiv ins Clubgeschehen ein.

Alfred ist seit vielen Jahren Kassenprüfer und Träger des goldenen Emblems des CC-Clubs auf deiner Kochjacke. Peter hatte im Laufe seiner Mitgliedschaft schon viele Posten im Kochclub 

erfolgreich inne, u.a. auch Chuchileiter. Er ist eine tragende Säule des Kochclubs und engagiert sich  z.B. für die Durchführung der Kochkurse und Workshops, aber auch um neuen Kochbrüdern Tips & Tricks und Küchen Know-how zu vermitteln.

Beiden wurde von Chuchileiter Günter Kühnlenz ein goldener Hummer in Form eines Jackenknopfes überreicht.

 

Der Knopf ist in massivem 925er Silber gegossen und matt mit Gold plattiert und wurde von Batho Gündra, Kochbruder in Worms, entworfen und realisiert.

Batho ist ein hoch dekorierter Schmuckdesigner, ausgezeichnet mit zahlreichen Design- und Staatsehrenpreisen und lehrt an der Goldschmiedeschule Pforzheim.

Günter Kühnlenz, Chuchileiter und 1. Vorstand des Amberger Chuchi Kochclubs erkochte sich mit einem 10 Gänge Menü den Hummer am grünen Band und damit den Titel Grand-Maître de Chuchi, den höchsten Rang des CC-Clubs kochender Männer in der Bruderschaft Marmite e.V. Der Vorsitzende der Prüfungskommission Großkanzler Robert Eymann reiste für dieses Ereignis extra aus Bremen an.

 

Eingangs erklärte Günter Kühnlenz das Motto unter das er sein Menü stellte "Die magische Zahl 7". Er sei nun 7 Jahre Mitglied im Chuchi Kochclub und tüftelte ganze 7 Monate am Menü, 7 Prüfer aus ganz Deutschland kamen zur Abnahme der Prüfung zusammen, die wiederum 7 seiner 10 Gänge mit Augen und Gaumen kritisch bewerteten.

Zur Seite standen ihm Alexander Bösl, als Oberkellner, für Service, Wein, Announcement und Entertainment der Jury verantwortlich, Peter Haberberger im Service, Wolfgang Widmann für den Sorbet Zwischengang und Stefan Dorsch als Beikoch.

Eröffnet wurde das Menü mit einem Ausflug in die Molekulare Küche. Gereicht wurde eine Tomatenpraline im Mantel von knusprigen Tomatenflocken, sphärischem Mozzarella, altem Balsamico und Basilikum Pesto, alles als Komposition auf einem Löffel angerichtet.

Darauf folgten 3 Lollis als Mundbissen: Rinderfilet mit Erdnuss Kruste, Garnele im Reisnudel-Mantel frittiert und gegrillter Thunfisch mit Europakraut.

Eine Ententerrine mit einer Einlage von Gänsestopfleber, Apfel-Walnuss-Salat und Zuckerschoten in Vinaigrette waren die kalte Vorspeise.

Die Suppe, eine Consommé mit Strudeleinlage führte bei der Jury zu einer ungewöhnlichen Aktion, energisch verlangte ein Teil der Jury Nachschlag, was vom Vorsitzenden, Großkanzler Robert Eymann dann aber unterbunden wurde, mit Hinweis auf die noch folgenden Gänge.

Als nächstes folgte ein im Vakuum (sous-vide) gegarter Nierenzapfen vom Rind (Onglet), der kurz vor dem Servieren noch scharf kurz angebraten wurde, angerichtet mit Ratatouille in Paprikasoße, Citronelle, Petersilienwurzel und Bratensaft.

Der Fischgang bestand aus Seeteufelfilet, dazu gab es ein butteriges Kartoffelpüree, Fenchelsalat, Beurre blanc und Pink-Grapefruit-Gel.

Nicht gewertet wurde das Champagnersorbet, das Wolfgang Widmann perfekt in Szene gesetzt hatte.

Der Höhepunkt des Menüs war ein ausgelöster Hirschrücken mit Wildfarce im Speckmantel und Rotwein Wildsoße. Begleitet von einem Türmchen aus Sellerie mit Selleriepüree, Birnen- und Dörrbirnen-Kompott. Das Fleisch stammte von einem 1-jährigen Oberpfälzer Hirsch, der extra für die Prüfung erlegt wurde. Der ausgelöste Hirschrücken wurde im Ganzen im Niedrigtemperaturverfahren gegart, dann in Medaillions geschnitten und angebraten.

Das Pre-Dessert leitete über vom Herzhaften zum Süßen. Serviert wurde eine Zucker-Cannelloni gefüllt mit Parmesan-Espuma. Dazu Schokoschaum, ein Sößchen und ein herbes Sorbet von grünen Tomaten.

Der abschließende Gang war ein Tausendblätterkuchen aus Blätterteigschichten mit einer leichten Schokoladenganache von weißer Schokolade, frischen Früchten und Waldbeerensoße. Serviert wurde auf einem extravagant garnierten Teller im Picasso-Style.

Um einen Eindruck von der Mühe des Prüflings und seines Beikoch Stefan Dorsch zu vermitteln, muss man nur die Anzahl der Hauptkomponenten betrachten. Sage und schreibe, mehr als 50 Komponenten wurden für das Menü angerichtet. Um das zu bewältigen, gab es eine umfangreiche schriftliche Detailplanung mit Festlegung aller Mise en Place Positionen und der Arbeitsschritte zur Fertigstellung. Ausgeführte Arbeiten wurden abgestrichen um einen kontrollierten Ablauf für die über 4 Stunden dauernde Menuefolge zu erhalten.

In der Laudatio von Vizegroßkanzler Ulli Kampmeier und Jury-Mitglied aus dem CC-Club kochender Männer wurde nun eine Beurteilung der einzelnen Gänge vorgetragen:

Das Hauptgericht mit dem Hirschrücken wurde als herausragendes kulinarisches Erlebnis gewürdigt. Wenn Prüfer davon sprechen, ein solches perfektes Hirsch-Fleisch hätten sie nie vorher gegessen, ist das schon eine besondere Auszeichnung, die mit höchsten Noten beurteilt wurde. Hervorgehoben wurde auch die zum Menü perfekt abgestimmte Weinbegleitung.

Natürlich gilt, so Kampmeier, auch der Spruch: „Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst die Niemand kann!“ Einer kritischen Jury schon gar nicht. So gab es aber wenige Anmerkungen für die anderen Gerichte was man im Detail vielleicht verändern hätte verändern können.

Großkanzler Robert Eymann schloss der Prüfung mit den Worten “ Im Leben eines Hobbykochs, im Club kochender Männer, ist das Erreichen des Grand-Maître Titels ein herausragendes Ereignis. Günter knie als Maître nieder zum Löffeltrunk und erhebe dich als neuer Grand-Maître! Ich überreiche dir hiermit als Auszeichnung den Hummer am grünen Band.“